
Die Diesellokomotive D8 des Typs MLH 220 gehört zu den seltensten erhaltenen Grubenlokomotiven ihrer Bauart. Entwickelt als leichte Streckenlokomotive für den Einsatz im Untertagebergbau, wurde sie mit einer CO₂-Löschanlage zum Schutz vor Motorbränden ausgestattet und war für den harten Grubenalltag konzipiert. Heute sind weltweit nur noch vier Exemplare dieses Typs bekannt. Die Identität der im Frankfurter Feldbahnmuseum erhaltenen Lokomotive lässt sich aufgrund der lückenhaften Überlieferung jedoch nicht zweifelsfrei belegen.
Nach ihrer Übernahme durch das Frankfurter Feldbahnmuseum e.V. befand sich die Lokomotive zwar noch in betriebsfähigem Zustand, wies jedoch erhebliche optische und technische Mängel sowie fehlende Bauteile auf. Mit großem ehrenamtlichem Engagement wurde ihre Restaurierung über viele Jahre hinweg Schritt für Schritt vorangetrieben. Zahlreiche Baugruppen mussten aufgearbeitet, fehlende Komponenten rekonstruiert und die Lokomotive behutsam wieder in einen möglichst originalgetreuen Zustand versetzt werden.
Der vorliegende Aufarbeitungsbericht dokumentiert die Arbeiten der Werkstatt des Frankfurter Feldbahnmuseum e.V., von den ersten Restaurierungsmaßnahmen über die abschließenden Montagearbeiten bis hin zur erfolgreichen Wiederinbetriebnahme der D8 im Jahr 2026. Er soll die geleistete Arbeit festhalten und zugleich einen Einblick in die Herausforderungen geben, die mit der Erhaltung einer so seltenen Grubenlokomotive verbunden sind.
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