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Dampflokomotive Nr. 1, Heilbronn „Besigheim“
BauartBn2tWasservorrat0,8 cbm
TypIIRaddurchmesser560 mm
Spurweite600 mm (ex 720 mm)Dampfdruck12 bar
HerstellerMG HeilbronnRostfläche0,30 qm
Baujahr1900Verdampfungsheizfl.10,7 qm
Fabrik-Nr.393Zylinderdurchmesser180 mm
Kessel-Nr.50279SteuerungsbauartStephenson
Dienstgewicht7,6 tBremsbauartWurfhebelbremse
Länge ü. P.4,66 mBesonderheiten
Leistung35 PS 
Kohlenvorrat0,3 t 

Bei der Lok 1 des Frankfurter Feldbahnmuseums handelt es sich um eine Lokomotive vom Typ II, der kleinsten Serienmaschine der Maschinenbau-Gesellschaft Heilbronn. Sie ist eine der ältesten erhaltenen Feldbahnlokomotiven in Deutschland.

Lebenslauf:

  • 1900: Auslieferung mit einer Spurweite von 720 mm an die „Königliche Saline Friedrichshall“ bei Jagstfeld (heute: Bad Friedrichshall)
  • 1939: Umspurung auf 600 mm und Einsatz beim Portland-Zementwerk Lauffen/Neckar, vor allem im Verschub im Steinbruch
  • Um 1960: Abstellung
  • Ab 1961: Aufstellung auf einem Spielplatz der Stadt Besigheim
  • 1986: Erwerb der Lokomotive mit Hilfe der Stadt Besigheim nach 25 Jahren Spielplatzdasein
  • 1989: Bau eines neuen Kessels durch Fa. Loos/Gunzenhausen
  • 1993: Betriebsfähige Aufarbeitung im Reichsbahn-Ausbesserungswerk Görlitz
  • Ab 1994: Einsatz im Frankfurter Feldbahnmuseum
  • 1995: Lackierung in schwarz/grün
  • 2005: Taufe auf den Namen „Besigheim“
  • 2016: Abstellung wegen undichter Rauchrohre
  • 2026: Beginn der erneuten Betriebsfähigen aufarbeitung

Geliefert wurde sie 1900 mit einer Spurweite von 720 mm an die „Königliche Saline Friedrichshall“ bei Jagstfeld (heute: Bad Friedrichshall). Nach der Bahneröffnung des Portland-Zementwerkes Lauffen am Neckar im Jahr 1939 war die Lok dort im Betrieb. Sie wurde vor allem im Verschub im Steinbruch – umgespurt auf 600 mm Spurweite – eingesetzt.

Die Maschine wurde dort teilweise erneuert, dann aber Ende der 50er Jahre abgestellt. Seit 1961 stand sie auf einem Spielplatz der Stadt Besigheim, mit deren Hilfe sie 1986, nach 25 Jahren Spielplatzdasein, zu uns gelangte.

Der Rost hatte insbesondere dem Kessel schon stark zugesetzt, so dass 1989 ein neuer, vollständig geschweißter, Kessel angefertigt werden musste. 1993 wurde die Lok zum Reichsbahn-Ausbesserungswerk Görlitz transportiert und dort fertiggestellt.

Abt 1994 war sie als älteste Dampflokomotive des FFM im Einsatz. 1995 erhielt sie ihr heutiges, schwarz/grünes Farbkleid. In Erinnerung an ihre letzte Heimat trägt die Lok seit 2005 ein Schild mit der Namensbezeichnung „Besigheim“.

Im Jahr 2016 wurde die Lok wegen undichter Rauchrohre abgestellt. 2026 begann die erneute Betriebsfähige aufarbeitung.

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