Februar 2026

Fahrbetrieb

Richtig närrisch wurde es Anfang Februar im Feldbahnmuseum. Das konnte man sowohl von den angetroffenen Gestalten, als auch über das Wetter sagen. Kostümierte waren bei wechselhaft trüben Aussichten überall auf dem Gelände und in den Zügen zu finden.
Im Fahrbetrieb wurden die Loks 4, 10 und D5 eingesetzt. Ferner war die Lok D12 mit einem Kipplorenzug auf der Strecke und auch der Strüver Schienenkuli S29 zog zum Amusement der Besucher mit Personenloren seine Runden um den Schuppen 4.


Fahrzeugsammlung – Neuzugang Gütertriebwagen D42

Mitte Februar konnten wir ein ganz besonderes Exponat in unserer Sammlung begrüßen. Der Begriff ‚Lokomotive‘ trifft es in diesem Fall nur bedingt, obwohl es sich ganz bestimmt um ein Triebfahrzeug handelt. Das Fahrzeug verfügt über eine Ladefläche für Güter, in diesem Fall mit Kippmulden-Aufbau. Es kann somit eigenständig Güter transportieren, ohne Wagen bzw. Loren anzuhängen. Aus diesem Grund bewarb die Firma Jung dieses Fahrzeug als „8 PS Klein-Dieseltriebwagen“


Mit Baujahr 1928 vervollständigt die MS 113 als älteste bekannte Motorlok aus dem Hause Jung die umfangreiche Sammlung von Jung Motorlokomotiven im FFM.
Es handelt sich bei der Bauart MS13 um die erste eigenständige Diesellokentwicklung von Jung. Nach einem Prototypen im Jahr 1926 ging man in Jungenthal im Frühjahr 1927 in die Serienfertigung über.

Insgesamt wurden 192 Exemplare der MS13 gefertigt, davon 21 als Bauvariante MS113. Nach aktuellem Wissenstand hat unser Triebwagen als einziger seiner Bauart die Zeit überdauert.
Ab 1929 ersetzten die neuen Lokomotiven der Typen MS 130 und MS 131 (FFM Lok D38) den Gütertriebwagen im Lieferprogramm von Jung.

BauartB-dm
TypMS113
Spurweite600 mm
HerstellerJung
Baujahr1928
Fabrik-Nr.4111
Dienstgewicht2,85 t
Länge ü.P.3,1 m
Leistung8/9 PS
Treibstoffvorrat13 Liter
BremsbauartHandbremse

Unser Triebwagen wurde fabrikneu am 30.03.1928 an das Basaltwerk Rückers, Kassel Wilhelmshöhe, geliefert. In den 1930ern gelangte er zur Ernst Gerharz Bauunternehmung, Bad Kreuznach. Aus der historischen Sammlung dieser Baufirma konnten wir die wertvolle Lokomotive nun am 14. Februar 2026 übernehmen und in unser Museum überführen.
Vorläufig wird die D42 unsere Ausstellung bereichern. Eine gründliche betriebsfähige Aufarbeitung ist für die kommenden Jahre geplant.


Werkstatt – Lok B1

An der Benzinlok B1 fanden weitere Arbeitet statt. Die Stopfbuchsen der Wasserpumpe wurden neu gepackt, um letzte Undichtigkeiten im Kühlwasserkreislauf zu beseitigen. Im Anschluss wurde die undichte Abgasanlage ausgebaut, gründlich von Rost und altem Lack befreit und mit einer neuen, hitzebeständigen Farbe lackiert. Nach dem anschließenden Wiedereinbau wird derzeit ein neues Zwischenstück für die Verbindung von Krümmer und Auspuff neu konstruiert.


Werkstatt – Lok D8

Für den Motor der Lok D8 wurde ein neuer Ventildeckel angefertigt und angepasst. Ein wahres Schmuckstück für den Motorraum!


Werkstatt – Lok D9

Die Jugendgruppe kümmert sich weiterhin um die aufwändige Demontage und Reinigung des Getriebes der Ruhrthaler Diesellok. Hierbei lassen sich bereits erste Rückschlüsse auf den technischen Zustand des Getriebes führen.

Hier geht es zum aktuellen Projektbericht unseres „Jugendprojekt Aufarbeitung D9




Werkstatt – Lok D24

Die Getriebeinstandsetzung der Lok D24 schreitet weiter voran. Zuletzt wurde die Kupplung neu gelagert.
Auch die Abgaspfeife wurde bearbeitet. Hier musste ein Gewinde ausgebohrt und ein Neues geschnitten werden.


Gelände – Grünschnitt

Sonniges Winterwetter ist die klassische Zeit für den Grünschnitt. Bei einem gemeinschaftlichen Arbeitseinsatz wurde vor allem hinter der Halle 3 den Brombeeren zu Leibe gerückt.


Stimmungsbild des Monats

Eine wirklich illustre Runde hatte sich zum Faschings-Fahrtag im Feldbahnmuseum zusammengefunden.. Helau!