Stahlbau

Im April 2021 begannen die Ausbesserungsarbeiten am Stahlbau des Wagenkastens. Zwar befand sich der Wagenrahmen in einem weitgehend intakten Zustand, jedoch mussten an einigen Stellen, insbesondere im Kontaktbereich mit dem hölzernen Wagenkasten, flächige Abrostungen beseitigt werden. Dies erfolgte zumeist durch Auftragsschweißungen, bzw., wo die Substanz sehr stark geschwächt war, durch Einsetzen von Flickstücken.

Abrostungen am Rahmen …
… werden durch Aufschweißen beseitigt.

Größere Probleme bereitete der Bereich um eines der Drehzapfenlager. Hier hatte sich eine starke Schicht Kohlenstaub abgelagert und zu massiven Auf- und Unterrostungen geführt. Der entsprechende Bereich wurde herausgetrennt und neue Profilstücke angefertigt. Dabei wurden zugleich einige unfallbedingte Verformungen der Profile gerichtet.

Der Bereich eines Drehzapfenlager wurde großzügig herausgetrennt…
..und neue Profile verbaut.
Starke Korrosion hat das Material nahezu vollständig geschwächt.

Nicht mehr zu verwenden, da partiell bis vollständig weggerostet waren die Profile der seitlichen Bordwände. Sie wurden nach alten Werkzeichnungen am Computer neu modelliert und anschließend als Brennschnittteile neu angefertigt.

CAD-Modell einer Bordwand …
… und der Vergleich von neuen und alten Teilen.

Ende Oktober 2021 folgte schließlich die Demontage der beiden Unterwagen. Auch bei diesen ist der Allgemeinzustand als erstaunlich gut zu bewerten, jedoch fehlen Teile der Bremsanlage und es sind einige Verformungen auf Grund von Unfällen zu beseitigen.

Ein gerissener Querträger wurde nur unzureichend repariert.
Auch die Zug- und Stoßvorrichtung weist Spuren von Überlastung auf.

Sehr gut erhalten sind dagegen die Achsen. Diese stammt von 1935.

Im Anschluss an die Zerlegung können die Einzelteile nun gereinigt, gerichtet, lackiert und wieder montiert werden.
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